Glossar - Begriffserklärungen
Bilderdruckpapier
Bilder werden mit einem feinen Raster gedruckt und benötigen deshalb eine glatte Oberfläche des zu bedruckenden Materials. Diese Anforderung erfüllt das Bilderdruckpapier, ein meist holzfreies, beidseitig gestrichenes Papier. Die Beschichtung deckt die unregelmäßige Faserstruktur des Rohpapiers ab und sorgt so für eine höhere Glätte der Papieroberfläche. Bilderdruckpapiere gibt es mit matter und glänzender Oberfläche. Glänzendes Bilderdruckpapier entsteht durch das nachträgliche Satinieren der Papierbahn auf einer polierten Satinierwalze.
Blindtext
Als Blindtext wird Text bezeichnet, den man bei der Gestaltung von Publikationen verwendet, wenn der eigentliche Text noch nicht vorliegt. Mit Hilfe des Blindtextes kann die Verteilung des Textes auf der Seite (Layout oder Satzspiegel) sowie die Lesbarkeit der verwendeten Schriftarten (Typografie) beurteilt werden. Er besteht aus einer mehr oder minder sinnlosen Folge von Wörtern, oft auch nur aus wortähnlichen Silbenfolgen.
Andere Texte dienen dazu, die Eigenheiten der Schriftarten mit einander vergleichen zu können. Deshalb müssen in ihnen möglichst alle (viele) Buchstaben und Sonderzeichen verwendet werden, die für die jeweilige Sprache typisch sind.
Blitzer
Von einem Blitzer spricht man, wenn:

bei einem Mehrfarbendruck durch Passerdifferenzen sich unmittelbar berührende Farbflächen nicht exakt zusammenpassen und zwischen ihnen ein schmaler Streifen des Papierweiß zu sehen ist. Dazu reichen schon wenige Tausendstel Millimeter Passerdifferenz. Verhindert werden Blitzer durch das Anlegen von Überfüllungen bei der Druckformherstellung.

Werden Farbflächen exakt bis zum Beschnitt gedruckt, können durch Differenzen beim Schneiden Blitzer an der Seitenkante entstehen, wenn der Schnitt nicht exakt auf der Kante der Farbfläche liegt. Diese Blitzer werden verhindert, indem man die Farbflächen ca. 3-5 mm in den Beschnitt hinein anlegt (siehe auch Beschnittzugabe).
Branding

Branding ist ein Begriff aus der Unternehmenskommunikation und bezeichnet den Aufbau von Marken. Die Aufgabe des Grafikdesigns ist dabei die visuelle Gestaltung einer Marke und ihre Einbindung in die visuelle Kommunikation des Unternehmens.
Der Begriff Branding kommt aus dem Englischen und kann im wahrsten Sinne des Wortes als "Brandzeichen", Stempel oder Signierung bezeichnet werden.

Siehe auch:
Corporate-Design, Corporate-Identity, Markenzeichen, Logo-Design

Briefbogen
Der Briefbogen, auch Kopf- oder Geschäftsbogen genannt, ist ein wesentlicher Teil der Geschäftsausstattung. Er repräsentiert den Absender bei allen brieflichen Kontakten. Seine Gestaltung richtet sich in der Regel nach den vorhandenen Richtlinien des Corporate Designs. Er trägt Logo und Adresse, außerdem noch die wichtigsten Kommunikationsdaten wie Telefon, Fax, eMail- und Internetadresse. Außerdem solche Angaben wie Geschäftsführer / Aufsichtsrats- vorsitzender und Firmensitz (bei GmbH / AG Pflichtangaben), Handelsregisternummer, Steuernummer und Bankverbindung.

In der DIN-Norm 676 ist festgelegt, wie ein Briefbogen grundsätzlich aufgeteilt sein soll und welche Angaben wo stehen müssen. Dabei gibt es einen großen Spielraum für die grafische Gestaltung. Die wesentlichen Regeln für die Aufteilung sind:

  • Standardformat DIN A4 (210 x 297 mm)
  • Die erste Falzmarke befindet sich 105 mm unterhalb des oberen Papierrandes - das entspricht einem Drittel der Papierhöhe und der Falzhöhe für den DIN-lang-Briefumschlag.
  • Die Lochmarke in der Mitte der Papierhöhe (148 mm)
  • Links befindet sich ein 20 mm breiter Heftrand.
  • 50 mm unterhalb des oberen Papierrandes beginnt das Adressfeld mit einer Größe von 45 x 85 mm. Das Adressfeld ist so angeordnet, daß es im Fensterbriefumschlag genau unter dem Adressfenster liegt.

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