Glossar - Begriffserklärungen
Briefing
Die von einem Auftraggeber gestellten Vorgaben für eine Angebotsanfrage oder Ausschreibung wird als Briefing bezeichnet. Dazu zählen technische Vorgaben, Terminvorgaben, Gestaltungsvorgaben, Preislimits, aber auch die Zielvorgabe einer beabsichtigten Wirkung.

Ein präzises Briefing ermöglicht eine genaue Konzeption und einen präzisen und weitgehend verbindlichen Kostenvoranschlag des Designers sowie eine zielgerichtete Gestaltung und Umsetzung des Auftrags. Je genauer ein Briefing formuliert ist, desto präziser kann ein Grafik-Designer die Wünsche des Kunden umsetzen und realisieren.
Broschüre
Eine Broschüre ist eine mehrseitige gebundene oder geheftete Drucksache geringen Umfangs ohne festen Einband. An Stelle des Einbandes befindet sich ein Umschlag aus einem flexiblen Material (meistens Karton). Die Bezeichnung Broschüre kann teilweise auch für ein Heft verwendet werden.
Bei Broschüren werden die Druckbogen meistens ineinandergesteckt und in der Mitte mit einer Drahtrückstichheftung (Rückendrahtheftung) gebunden. Bei höherwertigen Broschüren kommt auch die Klebebindung zum Einsatz.
Captcha
Captcha (engl.), auch bekannt unter Security-Image.
Kurzbezeichnung für die Verwendung einer Sicherheitsabfrage beim Versenden von Formularen. Meist handelt es sich um ein Bild, das eine gemischte Folge aus Ziffern und Zeichen darstellt. Der Benutzer wird aufgefordert, die erkannte Zeichenfolge in ein Feld einzugeben. Damit soll sichergestellt werden, dass der Absender ein realer Mensch ist, und das Formular nicht von sogenannten Internet-Robotern (SPAM-BOTS) missbraucht wird. Ein einfacher und dennoch sicherer Schutz vor unerwünschten Massen-E-mails.

Bei Bedarf integriert Praxis im Profil diese Technik auch auf Ihrer Praxis-Homepage.
CMS
Ein Content-Management-System (kurz CMS, übersetzt etwa Inhaltsverwaltungssystem), im Medienbereich auch: Redaktionssystem, ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet. Der Benutzer sollte das System auch ohne Programmierkenntnisse sowie ohne Kenntnis von HTML oder XML bedienen können.

Besonderer Wert wird auf eine medienneutrale Datenhaltung gelegt. So sollte ein Inhalt auf Wunsch beispielsweise als PDF- oder als HTML-Dokument abrufbar sein können, indem die Formate zur Laufzeit aus der Datenbank generiert werden. Je nach Anwendung kann auch eine Rechteverwaltung von Bedeutung sein.

Es gibt eine Anzahl unterschiedlicher Content-Management-Systeme:

Serverseitiges CMS

Ein serverseitiges CMS braucht eine serverseitige Programmiersprache, die dort meistens in Verbindung mit einer Datenbank steht, welche die Daten direkt auf dem Server verwaltet. Dadurch können Daten weltweit direkt – in der Regel ist nur ein Browser erforderlich – über das Internet verwaltet werden (siehe WCMS oder auch WMS). Mehrere Nutzer können so eine Website verwalten. Viele serverseitige CMS können benutzerspezifische Berechtigungen verwalten. Serverseitige CMS sind für Websites jeglicher Größe geeignet.

Clientseitiges CMS

Clientseitige CMS werden meistens mit Hilfe eines Programms, das auf einem Rechner installiert wird, gesteuert. Die Daten werden dann (meistens mittels FTP) auf den Server hochgeladen. Deswegen ist keine serverseitige Programmiersprache nötig. Dadurch muss die Website immer von diesem einen Rechner verwaltet werden. Diese Variante ist insbesondere für Webseiten zu empfehlen, die mit großen Medien (z. B. Videos) arbeiten, da deren Bearbeitung über das Internet zu zeitaufwändig oder im Browser nicht möglich ist. Clientseitige CMS bieten meistens auch leistungsstarke Layoutfunktionen, mit denen eigene Seitentypen und Vorlagen (so genannte Templates) erstellt werden können.

Mischungen

Es gibt auch Systeme, die eine Mischung aus beiden Systemen sind. Möglich ist z. B. die Verwaltung der Website mit einem Programm, aber nur in Bereichen, für die man eine Berechtigung hat. Dadurch ist eine einfachere Bearbeitung möglich, z. B. direkt aus einem Textverarbeitungsprogramm durch Plug-ins oder einem eigenen Editor, der die Daten zum Server überträgt.

Dynamik & Statik

Weiterhin unterscheiden sich Systeme in der Art der Auslieferung der erstellten Seiten an den Nutzer.

Volldynamische Systeme

Volldynamische Systeme berechnen eine angeforderte Seite bei jedem Aufruf dynamisch neu. Vorteile: Die Seite ist immer aktuell; eine Personalisierung für den Surfer ist in der Regel sehr einfach oder sogar bereits vorhanden. Nachteile: Die Berechnung kann unter Last zu einer verzögerten Auslieferung der Seiten führen (Performance der Website).

Statische Systeme

Statische Systeme berechnen eine Website vollständig vor und legen diese im Dateisystem ab. Vorteile: Die Auslieferung der Seite ist äußerst schnell, da der Webserver nur statische Seiten ausliefern muss; auf dem Liveserver werden ausschließlich zur Veröffentlichung freigegebene Seiten gelagert, wodurch ein Zugriff auf nicht veröffentlichte Inhalte ausgeschlossen werden kann. – Nachteile: Informationen sind immer nur mit einem kleinen Zeitverzug exportiert verfügbar; soll eine Personalisierung (Portal) erfolgen, so muss dieses in der Regel extra angebunden werden.

Hybride Systeme

Hybride Systeme kombinieren die Vorteile der statischen und der volldynamischen Seitenerzeugung. Lediglich die Inhalte, die dynamisch aus einer Datenbank generiert werden müssen (z. B. News, Suchabfragen, personalisierte Inhalte, Shopdaten ...) werden zur Laufzeit aus der Datenbank erzeugt. Alle anderen Inhalte, die nicht laufend Änderungen unterzogen werden (z. B. Seitengerüst, Navigation, aber auch bestimmte Texte und Bilder ...) liegen statisch vor und sorgen damit für ein Optimum an Performance. Hybride Systeme erkennen anhand der Inhalte, welche Seiten statisch sind und welche dynamisch generiert werden müssen.

Halbstatische Systeme

Halbstatische Systeme generieren den Inhalt so, dass dieser statisch ist, aber gleichzeitig auch dynamisch, d.h. es werden alle Daten direkt in statisch generierten Dateien gespeichert, die dann bei Abruf sofort ausgegeben werden. Die dynamischen Inhalte werden dann generiert, wenn ein Code in der Programmsprache in die Datei eingebunden wird. Die abgefragte Seite wird also direkt ausgegeben und während der Ausgabe generiert.

WCM wird heute als Bestandteil übergreifender Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM) betrachtet. CMS dagegen wird, zumindest außerhalb Deutschlands, allgemein für Content Management Systeme benutzt und beschränkt sich nicht nur auf Web-Content-Management-Systeme (WCMS) oder Redaktionssysteme.

Gemischte Systeme

Oft enthalten Webseiten neben umfangreichem Content auch Produkte und Dienstleistungen, die direkt verkauft werden sollen. Das Web stellt damit sowohl einen Kommunikations- als auch einen Distributionskanal dar. Für die Erstellung und Verwaltung von Inhalten sowie den eigentlichen Online-Verkauf können jeweils getrennte Systeme eingesetzt werden. Einfacher und kostengünstiger ist jedoch der Einsatz eines kombinierten Systems, mit dem Kommunikations- und Distributionsprozesse eines Unternehmens mit einer einzigen Software erledigt werden können.
CMYK-Farbmodell
Die Abkürzung CMYK steht für 4 Farben:

  • C für Cyan - grünliches Blau
  • M für Magenta - leicht bläuliches Rot
  • Y für Yellow - mittleres Gelb
  • K für Key - Schwarz zur Kontrasterhöhung an den dunklen Bildstellen
Dieses Farbmodell ist die Grundlage für den modernen Vierfarbdruck. Durch übereinanderdrucken der 3 Grundfarben entsteht eine subtraktive Farbmischung,

Theoretisch müßte durch die Mischung von Cyan, Magenta und Gelb die Darstellung aller Farben des Farbraums bis zum Schwarz möglich sein. Dem entgegen stehen allerdings die physikalischen Eigenschaften der Farbpigmente, die keine perfekte Farbsättigung erreichen können - maximal kann ein dunkles Graubraun dargestellt werden. Durch das zusätzliche Schwarz wird die Sättigung der Tiefen erreicht. Ein weiterer Grund für das Schwarz ist der Unbuntaufbau des Bildes, der bei der Separation bestimmt wird und ein übereinanderdrucken von zu viel Farbe verhindert.

Beim industriellen Farbdruck werden die Eigenschaften der CMYK-Farben mit der Norm ISO 2846 definiert. Diese Norm wird umganssprachlich noch als Euroskala bezeichnet, die korrekte Bezeichnung ist aber ISO-Skala.

Die Farbwirkung ist auch von der Eigenfarbe und den Reflexionseigenschaften des bedruckten Materials abhängig, Die Norm ISO 12647-2 beschreibt diese Eigenschaften für unterschiedliche Druckpapiere. Für die Anwendung dieser Norm gibt es ICC-Profile, die in der Druckvorstufe für eine korrekte Umrechnung der Farben sorgen.

Das komplementäre Farbmodell zum CMYK-Farbmodell ist das RGB-Farbmodell für die additive Farbmischung. Dieses Farbmodell wird bei der Bildschirmdarstellung, bei Scannern, Digitalfotografie und oft bei der digitalen Bildbearbeitung verwendet. Bilddaten im RGB-Format konnen nicht direkt für den Vierfarbdruck verwendet werden, weil sonst starke Farbverfälschungen entstehen. Diese Daten müssen erst in den CMYK-Farbraum umgerechnet werden, wobei ein an die verwendeten Geräte angepasstes ICC-Profil für eine korrekte Farbdarstellung sorgt.

Siehe auch:
RGB, Vierfarbdruck

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