Glossar - Begriffserklärungen
EBB (Elektronische Bildbearbeitung)
Bei der digitalen Bildbearbeitung handelt es sich um die computergestützte Bearbeitung von digitalen Bildern, üblicherweise von Rastergrafiken, meist Fotos oder gescannten Dokumenten. Diese Bilder werden nachträglich verändert, um sie zu optimieren, zu verfremden, zu modifizieren oder zu manipulieren (Retusche), mit dem Ziel, ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.

Ein Schwerpunkt ist dabei, die Fehler zu beheben, die beim Fotografieren oder Scannen entstehen können, zum Beispiel Über- und Unterbelichtung, Unschärfe, Kontrastschwäche, Bildrauschen, Rote-Augen-Effekt, Stürzende Linien etc.; dadurch wirken die Bilder zu dunkel, zu hell, zu unscharf oder anderweitig mangelhaft und bedürfen deshalb einer Bearbeitung. Diese Fehler entstehen durch technische Probleme der Aufnahmegeräte (Digitalkamera,Scanner), ungünstige Arbeitsbedingungen oder Fehlbedienung derselben oder mangelhafte Vorlagen.

Die zwei Bilder auf der rechten Seite zeigen einige Möglichkeiten der Bildbearbeitung: Das obere Bild wirkt überbelichtet, der Text unscharf und das Objekt außermittig. Das untere korrigierte Bild dagegen sieht viel klarer und deutlicher aus, außerdem wird das Objekt, da es in den Mittelpunkt gesetzt wurde, viel stärker betont.

Die traditionelle Bildbearbeitung (analoge Retusche) wird immer stärker von der digitalen Bildbearbeitung ersetzt, oft werden die Arbeitsgänge in der inzwischen ebenfalls größtenteils digitalen Druckvorstufe zusammen mit den Satzarbeiten erledigt.
EBV (Elektronische Bildverabeitung)
Die (digitale) Bildverarbeitung nutzt die Mittel der Signalverarbeitung zur Aufbereitung und Speicherung von visuellen Informationen. Im Gegensatz zur Bildbearbeitung, welche sich mit der Manipulation von Bildern zur anschließenden Darstellung beschäftigt, dient die Bildverarbeitung als eine Zwischenstufe zu einer weitergehenden maschinellen Bearbeitung (Bildsegmentierung, Bilderkennung, Bildverstehen, und Mustererkennung). Bildverarbeitung wird unter anderem verbreitet im Maschinenbau und der Medizintechnik eingesetzt. Mit Methoden der Bildverarbeitung werden in Maschinen Objekte vermessen, Objekte inspiziert oder codierte Informationen gelesen. Röntgen- und Ultraschallgeräte liefern mit der Bildverarbeitung Bilder, die der Arzt einfacher deuten kann. Röntgengeräte in Sicherheitszonen untersuchen Gepäck und Kleidung automatisch nach gefährlichen Objekten (Waffen etc.). Ein weiteres Feld ist die Qualitätssicherung in Fertigungs- und Produktionsprozessen.
Entwurf (siehe auch Layout)
Der Entwurf ist eine ungefähre, noch nicht oder nur teilweise ausgearbeite Veranschaulichung einer konzeptionellen, grafischen oder textlichen Idee in Form einer Skizze oder einer textlichen Beschreibung. Mit ihm können Ideen oder Arbeitsphasen gegenüber anderen Personen präsentiert und auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden. Ein Entwurf ist keine druckfertige Version, da viele Kriterien zur Druckvorstufe noch nicht berücksichtigt sind.

Ein Entwurf unterliegt wie alle anderen geistigen Schöpfungen, sei es in konzeptioneller Text Form oder als grafisch ausgearbeitete Form, dem Urheberrecht und darf ohne Erlaubnis des Urhebers nicht weiterverwendet, produziert, reproduziert oder in sonstiger Art und Weise genutzt werden.
Entwurfsarbeiten sind genau wie Werksarbeiten honorarpflichtig.

Siehe auch: Layout
Faltblatt (siehe auch Flyer)
Ein Faltblatt ist eine Drucksache aus einem Blatt, das einmal oder mehrmals gefalzt wird. In der Regel wird als Ausgangsformat DIN A4 verwendet, so daß durch die Falzung das Endformat DIN A5 mit 4 Seiten oder mit einer zweifachen Falzung 6 Seiten im DIN Lang Format entstehen.
Solch ein zweifach gefalztes Objekt nennt man auch Leporello.

Siehe auch: Flyer
Flyer
Der englische Begriff Flyer bedeutet Flugblatt und ist seit den 1990er Jahren zunehmend anstelle des deutschen Begriffs gebräuchlich geworden. Er wird oft auch für Kleinprospekte oder Kleinbroschüre verwendet.

Ein Flyer ist eine kleine, nur aus einem Blatt bestehende Werbedrucksache. Sein Format ist A4 und kleiner - es werden oft auch ungewöhnliche Formate verwendet. Wenn der Flyer gefalzt ist, dann mit einfacher oder Parallelfalzung (siehe auch Altarfalz) und hat so 2 bis maximal 8 Seiten. Ein Flyer ist nicht geheftet.

Flyer können kostengünstig produziert und im Gegensatz zu Anzeigen oder Plakaten schnell verteilt oder kostengünstig per Post versendet werden. Sie eignen sich deshalb besonders zur Werbung für Veranstaltungen und Aktionen oder für Preislisten. Ihre Reichweite ist meistens regional begrenzt, was sich auch durch die Art der Verteilung ergibt - sie werden auf der Straße verteilt oder an Treffpunkten der Zielgruppe ausgelegt.

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