Glossar - Begriffserklärungen
Kaschierung
Unter Kaschieren versteht man das Verbinden mehrerer Lagen gleicher oder verschiedener Materialien mit Hilfe geeigneter Kaschiermittel wie Klebstoff, Folien, Lack oder Wachs. Mit der Kaschierung - meistens mit einer Folie - wird auf das Trägermaterial eine schützende und/oder dekorative Schicht aufgetragen. Auch können die Materialeigenschaften des Trägermaterials mit einer Kaschierung verbessert werden.

Ein Anwendungsbeispiel ist die Herstellung von Bucheinbänden, bei der Graupappe als Trägermaterial mit Glanzpapier, Leinen, Kunststofffolie oder Leder kaschiert wird oder Visitenkarten, die zusätzlich folienkaschiert werden, um eine höhere Qualität und eine bessere Haptik des Materials zu schaffen.
Ebenso können z.B. Glasscheiben, Werbe- und Firmenschilder mit Folie kaschiert werden. Dieses bietet sich u.a. bei durchsichtigen Acrylglasschildern an, um eine bessere Lesbarkeit der Schrift zu gewährleisten. (Milchglasfolie, Volltonfolie etc.)
Kostenvoranschlag
Der Kostenvoranschlag ist eine vorläufige Einschätzung der zu erwartenden Kosten eines geplanten Projektes. Insofern ist er für einen Auftraggeber ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Aufträgen. Im Kostenvoranschlag können neben den eigenen Leistungen des angefragten Designers auch Leistungen anderer Dienstleister oder Hersteller enthalten sein, die in den Arbeitsprozess einbezogen werden.

Um einen möglichst genauen und verbindlichen Kostenvoranschlag zu bekommen ist es wichtig, daß der Auftraggeber möglichst genau die gestellten Aufgaben und den erwarteten Leistungsumfang definiert. Dabei kann es hilfreich sein, wenn er sich bereits bei der Formulierung der Anfrage mit dem Designer konsultiert, um alle Möglichkeiten fachgerecht einschätzen zu können.

Für den Designer kann die Erstellung eines Kostenvoranschlages bei größeren Projekten bedeuten, daß er umfangreiche Vorleistungen in Form von Konzeptionsentwicklungen erbringen muß, um den Leistungsumfang überhaupt einschätzen zu können. Dazu kommt noch das Einholen und integrieren der Kostenvoranschläge von Kooperationspartnern und externen Dienstleistern.

Ein Kostenvoranschlag hat nur eine eingeschränkte Verbindlichkeit. Eine Abweichung des Endpreises zum Kostenvoranschlag bis zu 30% bewegt sich noch im zulässigen Rahmen. Ändert sich während der Arbeit am Projekt der geforderte Leistungsumfang, ist auch die Kalkulation des Kostenvoranschlages nicht mehr gültig.

EIn Kostenvoranschlag hat keinen vertraglichen Charakter. Verbindliche Festlegungen können nur in einem Auftrag oder Werksvertrag festgelegt werden.
Layout

Als Layout (engl. für „Plan, Entwurf, Anlage“) bezeichnet man das detaillierte Sichtbarmachen eines gedanklichen Bildes im Sinne eines tatsächlichen Entwurfs, meist dem einer Drucksache. Die Visualisierung vermittelt dem Gestalter und dem Auftraggeber einen Eindruck über die Form der späteren Ausführung und dient damit als verbindliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Ausführung. Die enthaltenen Texte müssen nicht dem späteren Original entsprechen (Füll- oder Blindtext). Ein Layout unterliegt wie alle anderen geistigen Schöpfungen, sei es in konzeptioneller Text Form oder als grafisch ausgearbeitete Form, dem Urheberrecht und darf ohne Erlaubnis des Urhebers nicht weiterverwendet, produziert, reproduziert oder in sonstiger Art und Weise genutzt werden.

Siehe auch: Entwurf

Logo

Der Ausdruck Logo kommt aus dem griechischen Wortstamm mit den Bedeutungen "Lehre", "Wort", "Rede", "Sinn".
Das Firmenlogo (Logotyp) ist Teil des visuellen Erscheinungsbildes (Corporate Design) eines Unternehmens. Ein Firmenlogo kann aus einem oder mehreren Buchstaben, einem Bild oder auch aus einer Kombination dieser Elemente bestehen. Nach anderer Meinung besteht ein Logo zwingend aus Wort- und Bildmarke, da es sich andernfalls lediglich um ein Signet oder aber um die reine Wortmarke handeln würde. Gerade aus der Kombination der beiden entsteht erst das Logo. Ein gutes Firmenlogo sollte prägnant und wiedererkennbar sein und als Identifikationsmerkmal für das gesamte Unternehmen stehen.

Auch Museen oder Messen verwenden immer häufiger ein eigenes Corporate Design (CD), legen darin Regeln fest, wie und welche visuellen Elemente eingesetzt werden, um den Auftritt unverwechselbar zu gestalten. Daher verfügen viele Museen und Messen inzwischen auch über ein eigenes Logo. Beispiele: CeBIT, Museum of Modern Art.

Neben dem Logo sind im Corporate Design auch Typographie (Schriften und die verwendeten Schriftschnitte), Hausfarben sowie die grundsätzliche Gestaltung aller Werbemittel festgelegt.

Der Begriff Logo hat sich verallgemeinert und bezeichnet heute allgemein auch Symbole, die in der Semiotik (der Lehre von den Zeichen) „Firmen-Zeichen“ bzw. Signets heißen.

Wichtige Anforderungen eines guten Logos:

1. Verständlichkeit
Das Logo soll die Bedeutung des Namens unterstreichen oder auf die Tätigkeit des Unternehmens hinweisen. Das kann durch ein grafisches Symbol und/oder die Auswahl einer passenden Schrift geschehen. Wird ein Firmenname und/oder ein Markenname mit einem grafischen Zeichen (Icon) kombiniert, spricht man von einer Wort-Bild-Marke.

2. Unverwechselbarkeit
Ein Logo transportiert das Unternehmens-Image. Wenn es bereits von anderen Assoziationen besetzt ist, dann wird es umso schwieriger eine eigene Identität oder ein Firmenprofil zu etablieren. Solcherart läuft man Gefahr übersehen oder verwechselt zu werden. Aus unzureichender Unverwechselbarkeit können auch rechtliche Probleme erwachsen.

3. Einprägsamkeit
Hier sollte die Formel KISS gelten: „Keep It Short (and) Simple“ − was einfach ist, ist einfach zu merken. Erfolgreiche Firmen-Zeichen wie die von Audi, Opel, VW, Nike, Apple & Co. sind so einfach, dass sie fast jeder auswendig nachzeichnen kann (siehe dazu auch dieses Experiment der Gruppe Monochrom).

4. Reproduzierbarkeit
Farbenfrohe Logos sind technisch kein Problem, es gibt jedoch Ausnahmen und für die muss ein gutes Firmen-Logo gerüstet sein. Es muss vor allem auf Logolabels von Produkten gut erkennbar sein, aber auch als Fax, als Stempel, aus der Entfernung, auf einem T-Shirt gestickt oder auf dem Werbekugelschreiber noch gut aussehen. Das Firmen-Logo ist das Hinweisschild zu einem Unternehmen und keine bunte Illustration.

Gute Logos genügen höchsten Anforderungen und sind in einer Breite von 20 Millimetern oder kleiner noch deutlich erkenn- und lesbar. Damit ein Logo allen diesen Anforderungen gerecht wird bedarf es vieler Kompromisse, wie beispielsweise Abkürzungen und Reduktion auf ein Optimum. Der von Kreativen gern und viel zitierte Spruch „Weniger ist mehr“ trifft hier recht genau zu.

5. Elemente eines Logos
Ein Logo enthält Hauptelemente und Nebenelemente.

Hauptelemente sind der Firmenname und die angebotene Leistung, oder das angebotene Produkt.

Ggf. verzichtbare Nebenelemente sind grafische Elemente, ein Slogan, oder eine Identitätsaussage.

Eine schon bekannte Firma − wie z. B. die Deutsche Bank − kann es sich leisten, mit einem reinen Bildzeichen (Signet) zu werben. Eine Firma, die erst bekannt werden will, wird auch im Logo zumindest auf den Firmennamen und das angebotene Produkt oder die angebotene Leistung Bezug nehmen müssen.

Für die Wiedererkennbarkeit kann das Firmenlogo z. B. auf Logolabels mit einer Adresse oder Webseite erweitert werden.

Marketing
Marketing (engl. marketing: auf den Markt bringen, Vermarktung), zu deutsch Absatzwesen, bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Marktsituation. Der Begriff umfasst in der Wirtschaft alle Versuche, die Bedürfnisse potenzieller Kunden sowie anderer Anspruchsgruppen in die Entscheidungen einer Organisation einzubeziehen, um dadurch die gesetzten Ziele (wie z. B. das Überleben am Markt oder das Erzielen komparativer Wettbewerbsvorteile) besser zu erreichen. Diese allgemeine, auf Philip Kotler zurückgehende Definition, beschreibt somit eine Geisteshaltung oder Führungsphilosophie.

Daneben werden unter Marketing auch all die dem Absatzbereich im engeren Sinne zuzuordnenden Tätigkeiten - namentlich die Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle aller auf gegenwärtige und zukünftige Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten verstanden. Damit ist Marketing als eine zentrale betriebswirtschaftliche Funktion definiert. Als zentrales Steuerelement wird hierbei gewöhnlich der Marketing-Mix angesehen.

Beide Definitionen ergänzen einander und je nach Sichtweise und Breite der Definition sind die Begriffe Kommunikation und PR oft synonym zu Marketing. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht haben diese allerdings einen festen Platz im Marketing-Mix.

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