Glossar - Begriffserklärungen

W

Webdesign
Der Begriff Webdesign umfasst die inhaltliche und gestalterische Konzeption, die grafische Gestaltung und im weitesgehenden Maße auch die Programmierung von Internetseiten und -auftritten. Dabei müssen vordergründig Probleme beachtet werden, die bei anderen Medien keine oder nur eine geringe Rolle spielen:

  • Die Ausgabe von Internetseiten erfolgt auf den verschiedensten Ausgabegeräten: Bildschirme mit unterschiedlichster Auflösung und Farbdarstellung, Handydisplays, Drucker, Systeme mit und ohne Audiowiedergabe, Systeme mit schneller und langsamer Internetanbindung, unterschiedliche Betriebssysteme und Browsersoftware. Die Seiten müssen so gestaltet sein, dass sie auf möglichst allen Systemen funktionieren und zufriedenstellend dargestellt werden. Dieses Problem lässt sich durch den Einsatz von Cascading Stylesheeds (CSS) und die konsequente Trennung von Seiteninhalten und Seitengestaltung inzwischen weitgehend lösen, weil alle aktuellen Browser diese Technik unterstützen.

  • Die Reihenfolge der Inhaltswiedergabe ist nicht festgelegt. Die Inhalte müssen deshalb so strukturiert werden, dass sich der Besucher einer Website problemlos in ihnen orientieren kann. Dafür müssen eine Navigationsstruktur und grafische Navigationselemente, die eine Orientierung in der Website unterstützen, entwickelt werden.
  • Internetseiten werden zunehmend dynamisch gestaltet, d.h. sie können personalisiert werden und werden aus Datenbankinhalten zusammengestellt. Das erfordert vom Webdesigner Kenntnisse oder zumindest Einblick in die Möglichkeiten von Programmiertechniken.
  • Webdesign ist ein interdisziplänäres Aufgabengebiet. Größere Projekte erfordern meistens Teamarbeit, in der der Designer neben der Gestaltung einen großen Teil der der Koordinierungsarbeit leisten muss.
Website
Als Website (engl. site = Platz) bezeichnet man ein Internetprojekt aus mehreren Seiten und Dokumenten, die über eine einheitliche Navigation miteinander verknüpft sind und in der Regel ein einheitliches Gestaltungsprinzip haben.

Im Unterschied dazu versteht man unter einer Webseite eine einzelne Seite des Projektes.
WYSIWYG
WYSIWYG ist die Abkürzung für das Prinzip "What You See Is What You Get" („Was du siehst, ist was du bekommst.“). Das bedeutet, dass ein Dokument beim Editieren am Bildschirm genauso angezeigt wird, wie es später als fertiges Dokument auf dem entsprechenden Medium ausgegeben wird.

In den meisten Fällen gibt es trotz der Bezeichnung WYSIWYG Differenzen zwischen Eingabe und Ausgabe. Das kann an unterschiedlichen Auflösungen und Formaten liegen, aber auch an den Möglichkeiten der Farbdarstellung oder - besonders bei Webeditoren - an der Notwendigkeit von Eingabefeldern mit eigenen Bedienelementen. Die Darstellung hat nur eine annähernde, aber meist ausreichende Genauigkeit.