Marketingbudgets erleichtern das Zielgruppenmanagement

Gutes Praxismarketing gibt es nicht kostenlos. Marketingbudgets in der Praxis erleichtern die finanzielle Planung für Chef und Team.

(Fortsetzung Artikel Ärzteblatt, Ausgabe Nr. 196, 04.November 2008)

Von Matthias Wallenfels

Auf 17 Arztbesuche kommen Patienten im Durchschnitt pro Jahr in deutschen Arztpraxen. Das sind 17 Chancen je Patient, auf spezielle Leistungen der Arztpraxis, wie zum Beispiel Selbstzahlerangebote, aufmerksam zu machen. Darauf wies der Diplom-Ökonom Dirk Strackbein jüngst auf einer Veranstaltung des Generikaanbieters Aliud Pharma zum Praxismarketing hin.

Die gezielte Patientenansprache ist jedoch nicht zum Nulltarif zu haben – zumindest nicht, wenn sie strategisch angegangen wird. Für eine effektive und facettenreiche Zielgruppenansprache müssen Praxischefs schon bereit sein, einen gewissen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen – sozusagen als Investment in eine prosperierende Praxis.

praxismarketing_goldwert.jpgHochwertige Ansprache für hochwertige Angebote
Gerade in Praxen, die den Anteil an IGeL-Patienten steigern oder auf hohem Niveau halten wollen, geht es nicht ohne zum Teil kostenintensive Marketingmaßnahmen. Wer zum Beispiel für hochwertige IGeL-Angebote wie den Manager-Check-up wirbt, der mit mehreren hundert Euro zu Buche schlägt, sollte nicht auf Infomaterial zurückgreifen, das dem hochwertigen Anspruch widerspricht.

Die Höhe der Marketingbudgets hängt vor allem von der wirtschaftlichen Lage der Praxis und der strategischen Zielstellung für das nächste Jahr ab. Wer plant, neue Selbstzahlerangebote in der Praxis mit einer umfassenden Marketingoffensive über möglichst viele Kommunikationskanäle bekannt zu machen, muß unter Umständen sogar einen fünfstelligen Euro-Betrag für das Marketingbudget bereitstellen.

Wichtig bei der Planung der Budgets ist nach Ansicht der Ärztin und Praxisberaterin Sigrid Rybka die Transparenz innerhalb des Praxisteams. Wenn die Medizinischen Fachangestellten über die eingestellten Mittel und die strategische Zielsetzung im Bilde seien, falle es ihnen auch leichter, sich gemeinsam für den Erfolg zu engagieren.

Mit einer vereinbarten IGeL-Prämie können Mitarbeiterinnen so beim Erreichen einer Zielvereinbarung auch am Praxiserfolg teilhaben. Diese Prämien können Praxischefs ebenfalls ins Marketingbudget einplanen, da sie zum aktiven Zielgruppenmanagement gehören.

Quelle: Ärztezeitung, Ausgabe Nr. 196, 04.November 2008
http://www.aerztezeitung.de

Download des Artikels als Scan (Jpeg-Format):
praxismarketing2_aerztezeitung_11_08

 

Anmerkung von Praxis im Profil:

Die Höhe des einzuplanenden Budgets hängt natürlich ganz davon ab, wer Ihnen bei der professionellen Hilfe Unterstützung bietet. Gehen Sie zu einer Werbeagentur, die normalerweise nur Millionen-Etats internationaler Kunden verwaltet, müssen Sie selbstverständlich mit hohen Ausgaben rechnen. Diese hohen Ausgaben werden Sie mit unserer Hilfe allerdings nicht einplanen müssen. Siehe Inhalt auf unserer Seite: Über uns