Regelleistungsvolumen – Die Bescheide sind da!

Bescheide nicht einfach hinnehmen!

Wer zu Beginn diesen Jahres unbedarft in seine Praxis kam, dem wurde die Leichtigkeit der Feiertage schnell genommen.

Spätestens jetzt sind die Festsetzungsbescheide der Regelleistungsvolumen (RLV) für das 1. Quartal 2009 bei den Ärzten angekommen. Was sämtliche Vorabinformationen und Informationsveranstaltungen der KVen nur vermuten ließen, hat sich bei vielen Ärzten bewahrheitet: Honorareinbußen von bis zu 30 Prozent!


Von einem Honorarzuwachs kann hier keine Rede sein; selbst mit eventuell möglichen Zusatzleistungen können mancherorts die Löcher bei weitem nicht gestopft werden. Manch eine Arztpraxis sieht gerade noch die Fixkosten gedeckt, von Rentabilität kann keine Rede mehr sein.

Sicher bieten die neuen gesetzlichen Regelungen vereinzelt Möglichkeiten der Einnahmen neben dem festgesetzten RLV: Hier finden sich die sogenannten freien Leistungen wie das ambulante Operieren, Schutzimpfungen, etc. Gleichzeitig sind weitere Leistungen außerhalb des RLV die Akupunktur, dringende Besuche, Notfalldienste etc. Die Ärzte müssen sich also neue Einnahmequellen suchen.

Widerspruch einlegen!
Wichtiger ist jedoch, die erhaltenen Bescheide nicht ungeprüft und widerstandslos hinzunehmen!
Im Zweifel sollte Widerspruch eingelegt werden, um sich alle Möglichkeiten offen zu halten. Fehlerquellen können neben falsch zugrunde gelegten Fallzahlen (vor allem, wenn sie dem Arzt zu niedrig erscheinen) auch der errechnete Morbiditätsfaktor sein.

Einzelfall, Ausnahmefall, Härtefall!

Worunter fallen Sie?

Einzelfall?
Hier muss ganz genau geprüft werden, ob Ihre Praxis nicht ggf. einer Einzelfallregelung unterliegt. Auch wenn der Beschluss des Bewertungsausschusses beispielsweise keine Sonderregelungen für junge Praxen vorsieht, die bereits im ersten Quartal 2008 bestanden, so lohnt sich hier immer ein Blick auf die jeweiligen landesrechtlichen Regelungen der KVen.

Ausnahmefall?
Denken Sie nach: Gab es eine Ausnahmesituation, auf Grund derer Ihre Fallzahlen in dem Vorjahresquartal so gering ausfielen? Besondere, durch den Bewertungsausschuss anerkannte, Umstände wären unverschuldete Gründe wie Krankheit. Oder wird Ihre Fallzahl massiv ansteigen, weil Sie die Patienten eines Kollegen übernehmen, der seine Praxis schließt? In diesen Fällen ist es ratsam, einen entsprechenden Antrag bei der KV zu stellen.

Härtefall?
Sind die Honorareinbußen höher als 15 Prozent zum Vorjahresquartal besteht weiter die Möglichkeit einen Antrag auf Ausgleichszahlungen zu stellen. Diese Möglichkeit sollte jeder Arzt wahrnehmen, der in hohem Ausmaß von den Honorarverwerfungen betroffen ist.

Beratung!
Kein Arzt ist dem Honorarverfall hilflos ausgeliefert. Lassen Sie sich im Bedarfsfall beraten und vertreten. Wir helfen Ihnen weiter!

Kontakt über unseren Kooperationspartner ECOVIS Vorberg (Recht & Steuern in der Medizin):
Ansprechpartnerin: RA Sandra Ide
Rechtsanwältin und Ihre Ansprechpartnerin für das Vertragsarztrecht bei Ecovis Vorberg Rechtsanwälte, Hamburg

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