Tipp: Gutes Fotomaterial für Praxismarketing selbst erstellen
fotolia_2958312_xs.jpgWir erhalten immer wieder selbst angefertigtes Bildmaterial, mit der Bitte, dieses in den Kommunikationsmedien (Flyern, Praxishomepage etc.) zu verwenden. Um später wirklich zufriedenstellende und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen, sollte man einige einfache Punkte beachten. Schließlich sollen die später gestalteten und produzierten Medien eine gemeinsame, klare und professionelle Sprache sprechen.

Selbstverständlich arbeiten wir professionell und können vieles an den Bildern im Nachhinein optimieren, verändern, retuschieren und bearbeiten. Bedenkt man allerdings den Arbeitsaufwand einer solchen Bildbearbeitung und die damit verbundenen Kosten, ist es oftmals einfacher (und preiswerter), das Bildmaterial von vornherein professionell anfertigen zu lassen.

 

Fotoanweisung für die Erstellung von eigenem Bildmaterial

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige hilfreiche Tipps und Anregungen geben, wenn Sie Ihr Bildmaterial und Fotos in der Praxis (Fotoshooting Arztpraxis) demnächst selbst anfertigen möchten:

helferin_praxisfoto.jpgDas Bildformat – Hoch- oder Querformat?
In der Praxis hat es sich bewährt, die Motive in beiden Formaten abzulichten. Also einmal im Hochformat und einmal im Querformat. Das hat den einfachen Hintergrund, dass Motive oftmals in unterschiedlichen Medien vorzugsweise als Hoch- oder Querformat eingesetzt werden. Raumbilder sollten grundsätzlich mit einem Weitwinkelobjektiv im Querformat und Portraitbilder im Hochformat aufgenommen werden. Achten Sie darauf, dass Personen bei Portraitaufnahmen nicht angeschnitten sind und dass die Hände/Gliedmaßen mit auf dem Bild zu sehen sind. Bei einzelnen Portraitaufnahmen achten Sie bitte auf den gleichen Stand der Personen, d.h. gleiche Entfernung zur Kamera, gleicher Winkel/Position, gleiche Belichtung, gleiche Brennweite durchgehend bei allen Motiven zu verwenden.

Bildgröße und Kameraeinstellung – Handyfoto, Kompaktfoto oder Spiegelreflexkamera?
Wenn Sie eine digitale Kompaktkamera oder noch besser, eine digitale Spiegelreflexkamera verwenden können, nutzen Sie diese bitte in jedem Fall anstelle Ihrer Handy-Kamera! Denn um das Bildmaterial später auch in hochwertigen Druckprodukten verwenden zu können, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden:
1.) Bildgröße: Mindestens 4 Megapixel (2400 x 1600 Pixel bei 72 dpi), in höchster Qualität Ihrer Kamera. Bitte keine Bild-Komprimierung an der Kamera aktivieren/verwenden. Für Druckprodukte müssen die Bilder später in 300 dpi umgewandelt werden, wobei das tatsächliche Endformat kleiner wird!
2.) ISO-Empfindlichkeit: Maximal ISO 200 – um „Bildrauschen“ zu vermeiden.

img_4954_behandlung.jpgBelichtung: Auto-Blitz, Baustrahler oder Neonröhre?
Wenn es irgendwie möglich ist, vermeiden Sie Aufnahmen unter Kunstlicht. D.h. benutzen Sie keine fremden Lichtquellen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen (z.B. Neonlicht, Schreibtischlampen/Glühbirnen oder Baustrahler) dazu zählt auch der interne Blitz Ihrer Kamera! Fremdlicht bewirkt meistens immer einen Farbstich, der nur mit sehr aufwendiger Bildbearbeitung entfernbar ist. Stattdessen sollten Sie versuchen, Ihre Aufnahmen in Räumen mit Tageslicht oder zumindest in einem homogenen, tageslichtähnlichem Spektrum zu schießen. Auch direktes Sonnenlicht ist nicht ideal und eher zu vermeiden. Wenn Sie sich mit Ihrer Kamera auskennen, empfiehlt es sich in jedem Fall vor Beginn der Aufnahmen einen Weißabgleich durchzuführen. Benutzen Sie nicht die Vollautomatik der Kamer, sondern eher die Programmautomatik, mit der Sie individuell auf die vorherrschenden Lichtsituationen und Gegebenheiten eingehen können.

abbildung_leistung.jpgBildinhalte – bitte juristisch einwandfrei!
Wenn Sie Personen für Medien fotografieren, die Sie später in der Öffentlichkeit verwenden möchten (Praxisbroschüre, Praxishomepage u.a.), bedenken Sie stets, dass Sie die schriftliche Einverständnis dieser Person einholen, um die Bilder später auch veröffentlichen und uneingeschränkt nutzen zu können. Man nennt solch eine Einverständnis auch „Model-Release oder Modell-Freigabe“. Dies ist wichtig, denn anderenfalls kann diejenige Person später bei Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis darauf bestehen, dass sämtliche Medien, in denen die Bilder der Person auftauchen, nicht weiter verwendet werden dürfen! Das kann zu einem kostspieligen Unterfangen werden > z.B. Neudruck aller Praxisbroschüren, Korrekturen/Änderungen an der Homepage, bis hin zu teuren Unterlassungsklagen durch einen Anwalt, aufgrund von Verletzung der sog. Persönlichkeitsrechte. Ein solches Modell-Release mit vorgefertigten Texten finden Sie am Ende dieser Fotoanweisung zur eigenen Verwendung (PDF-Dokument).

Abbildung bei der medizinischen Tätigkeit und Berufskleidung:
Vermeiden Sie möglichst die Verwendung von Bildern, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Erbringung von medizinischen Leistungen stehen! Zu leicht ist hier die Auslegung von irreführender Werbung.
Umgehung des Problems: Zur Erklärung von speziellen Leistungen, sollten Sie selbst nicht erkennbar auf dem Bild zu sehen sein (z.B. Untersuchung von Patienten mit speziellen Geräten nur im Anschnitt des Armes/Ihre Person von Hinten/unscharf im Vordergrund o.ä.. Die Abbildung in Berufskleidung stellt mittlerweile keinerlei Problem mehr da, solange Sie o.g. nicht miteinander verbinden.

img_2448_hohlbaum.jpgWahl der Kleidung und Hintergründe: Weiß auf Weiß = Weiß
Achten Sie darauf, Kleidung zu verwenden, die kontraststark aber nicht zu bunt wirkt.
Optimal sind Kleidungsstücke, die idealerweise die Farben Ihrer Praxisidentität (> Corporate Design!) wiederspiegeln und sich so später im Gesamterscheinungsbild angenehm in die Gestaltung der Medien integrieren und den Eindruck positiv verstärken. Sollte dennoch weiße Kleidung verwendet werden, muss der Hintergrund dafür sorgen, dass sich die Person im Vordergrund noch genügend hervorhebt.

Gruppen- oder Einzelaufnahmen?
Wenn Sie starke Fluktuationen innerhalb Ihres Teams haben, sollten Sie Gruppenbilder vermeiden.
Einzelaufnahmen lassen sich leichter in den jeweiligen Medien austauschen. Ebenso läßt sich eine Person leichter neu fotografieren, als das gesamte Team erneut für eine Aufnahme zusammen zu bekommen.

Fazit
Wenn Sie einige Punkte und Regeln beachten, ist es durchaus mit einfachen Mitteln möglich, ansprechendes und brauchbares Bildmaterial selbst in der Praxis zu erstellen. Einfacher und meist nachträglich kostengünstiger ist jedoch oftmals das Anfertigenlassen von einem professionellen Fotografen, bzw. Grafik-Designer, denn er kennt bereits das Layout, in dem die Bilder verwendet werden, er weiß meist genau, ob ein Hoch- oder Querformat sinnvoller erscheint und kann bei Bedarf vor Ort das Licht (z.B. Studiolicht und Studioblitz) sowie die äußeren Faktoren so steuern, dass optimale Ergebnisse enstehen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Zum Autor:
Sven Bähren ist selbst Dipl.Grafik-Designer, Berater für Praxismarketing und ausgebildeter Fotograf. Er arbeitet mit einer hochauflösenden Canon Spiegelreflexkamera in Kombination mit hochwertigen Objektiven und Studioblitztechnik sowie modernster Grafik-Technologie aus dem Hause Apple Macintosh.

Kontakt & Ansprechpartner:
Sven Bähren | Praxis im Profil | Tel.: 040-65795538 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können | www.prip.de

 

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